Weltweit Armut zu lindern und die Kluft zwischen armer und reicher Welt zu verringern erfordert enorme Anstrengungen. Ziel ist, menschliche Entwicklung zu verwirklichen - das Konzept ist auch Leitbild dieses Webportals.

Die Städte der Welt werden weiter wachsen – jedoch langsamer als bisher. Dies geht aus den "World Urbanization Prospects" (2011) hervor, die am 5. April von den Vereinten Nationen in New York vorgestellt wurden. Ein großer Teil des urbanen Wachstums wird in den nächsten vier Jahrzehnten in Afrika und Asien stattfinden. Die zunehmende Verstädterung bringt neue, große Herausforderungen mit sich - aber auch Chancen für die menschliche Entwicklung.
Mit einem starken Appell an den im kommenden Juni anstehenden "Rio+20"-Gipfel endete am Wochenende die Weltwasserwoche in Stockholm. In einer "Erklärung von Stockholm" forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Verpflichtung der Staaten, bis 2030 für alle Menschen den Zugang zu sicherem Trinkwasser, eine angemessene Sanitärversorgung und eine moderne Energieversorgung anzustreben. Diese Verpflichtung müsse zudem mit konkreten Zielvorgaben zur Steigerung der Effizienz im Management von Wasser, Energie und der Nahrungsmittelversorgung untermauert werden.
Die lebensrettende humanitäre Hilfe für die hungernde Bevölkerung am Horn von Afrika hat weiterhin oberste Priorität. Doch auf einem internationalen Treffen am 18. August in Rom widmeten sich auf Einladung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) UN-Organisationen, Regierungsvertreter aus der Region und Nichtregierungsorganisationen auch den Maßnahmen, die schon heute dringend geboten sind, um mittel- und längerfristig die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegen Dürren zu stärken. Sie riefen dazu auf, "zweigleisig zu fahren" und neben der Nothilfe auch die Ursachen der Krise anzugehen. "Dürren können wir nicht kontrollieren, den Hunger aber schon", sagte Yukiko Omura, Vizepräsident des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD).
Ohne die Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft lässt sich der Kampf gegen Armut und Hunger in ländlichen Gebieten nicht gewinnen. Dies ist eine der Überzeugungen, die den „Rural Poverty Report 2011" prägen. Veröffentlicht wurde dieser Bericht vom „International Fund for Agricultural Development" (IFAD), einer Einrichtung der Vereinten Nationen. Zu den positiven Ergebnissen der Untersuchung gehört, dass sich die Zahl der Menschen, die in ländlichen Gebieten unter extremer Armut leiden, in den letzten zehn Jahren um 350 Millionen vermindert hat.
Ab 2020 wird Indien zu den Ländern gehören, die für die Solarindustrie von besonderer Bedeutung sein werden, heißt es in einer Studie der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) und der Umweltschutzorganisation Greenpeace International vom Oktober 2010. Bis 2022 will das Land seine Kapazitäten zur Erzeugung von Solarstrom auf 20.000 Megawatt ausweiten. Die “National Solar Mission“, die der indische Premierminister in diesem Jahr auf den Weg gebracht hat, steckt die politischen Rahmenbedingungen dafür ab. Das Beispiel einer kleinen Adivasi-Gemeinschaft in Wayanad, Kerala, zeigt, wie Solarenergie den Weg zu Entwicklung und gesellschaftlichen Veränderungen weisen kann.
Etwa die Hälfte der Menschheit lebt bereits in Städten und die Urbanisierung schreitet weiter voran. Das ist sowohl auf das Bevölkerungswachstum in den Städten zurückzuführen, als auch auf den Zuwanderung aus ländlichen Regionen. Nach Schätzungen von UN-HABITAT könnte der Verstädterungsgrad bis 2050 auf 70 Prozent steigen. Das hat enorme Konsequenzen, darunter zunehmende Umweltverschmutzung und städtische Armut.

Der Entwicklungsstand ländlicher Regionen ist oft niedriger als in städtischen Gebieten. Oft fehlt es an grundlegender Infrastruktur wie Straßen, Bewässerung und Energieversorgung sowie an sozialer Grundversorgung mit Schulen und Krankenhäusern. Der Mangel an Arbeitsplätzen und Perspektiven führt zu Landflucht, d.h. der Abwanderung vor allem junger Menschen in die Städte.
70 Prozent der Armen auf der Welt leben auf dem Lande. Die Bevölkerung ländlicher Regionen ist von natürlichen Ressourcen besonders abhängig. Klimaveränderungen haben unmittelbare und teil verheerende Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit.