Weltweit Armut zu lindern und die Kluft zwischen armer und reicher Welt zu verringern erfordert enorme Anstrengungen. Ziel ist, menschliche Entwicklung zu verwirklichen - das Konzept ist auch Leitbild dieses Webportals.
Kirchen, politische Stiftungen, Vereine und eine große Zahl anderer Nichtregierungsorganisationen (NRO, engl. non-governmental organisations, NGOs) engagieren sich in der Entwicklungszusammenarbeit. Viele von ihnen erhalten staatliche Zuschüsse, bewahren sich aber in ihren Programmen, Projekten und Positionen mehr oder weniger ihre Eigenständigkeit. Der Begriff Nichtregierungsorganisationen wird oft gleichbedeutend mit Zivilgesellschaft verwendet. Sie stellen eine organisierte Form zivilgesellschaftlichen Engagements dar. Im System der Vereinten Nationen sind Nichtregierungsorganisationen als wichtige Akteure anerkannt. Sie haben zudem eine bedeutende "watchdog"-Funktion.
Ohne Toiletten, Abwasserentsorgung und angemessene Hygiene leiden viele Menschen unter Krankheiten, die leicht zu vermeiden wären. Fäkalien sickern ins Grundwasser und führen zu Durchfallerkrankungen, die die Leistungsfähigkeit der Menschen beeinträchtigen. Eine der Organisationen des WASH-Netzwerks, die sich für den Ausbau der Sanitärversorgung einsetzen, ist "Women in Europe for a Common Future (WECF)". Im Kaukasus und in Osteuropa baut WECF zusammen mit Partnern vor Ort so genannte "Trockentrenntoiletten".
Zwei Jahre seines Lebens verbringt ein Mensch durchschnittlich auf der Toilette, schätzt die German Toilet Organization – so er denn eine hat. Anlässlich des Welttoilettentags am 19. November machte das im Juni von Nichtregierungsorganisationen neu gegründete WASH-Netzwerk darauf aufmerksam, dass 2,6 Milliarden Menschen auf der Welt noch immer keinen Zugang zu einer angemessenen Sanitärversorgung haben. Auf der Bonner Nexus-Konferenz rückte WASH heute mit einer goldenen Toilette die oft vernachlässigten Themen Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene stärker in den Blick.
Das von
Brot für die Welt,
FIAN und der
Interchurch Organisation for Development Cooperation (ICCO) herausgegebene Jahrbuch zum Menschenrecht auf Nahrung 2010 zeigt, wie sich durch Landgrabbing der Hunger in Afrika, Asien und Lateinamerika verschärft hat. Um dem entgegenzusteuern, müssen die Machtverhältnisse im globalen Ernährungssystem verändert werden, so die Herausgeber. Regierungen, internationale Organisationen und die Privatwirtschaft müssen nachweisen, dass ihr Handeln nicht zu Verletzungen des Menschenrechts auf Nahrung beiträgt, sondern vielmehr dessen Durchsetzung fördert.
Der Klimawandel erschwert die Armutsbekämpfung. Es ist zu befürchten, dass immer mehr Menschen durch die sich ändernden Umweltbedingungen in die Armut abrutschen. Zu diesem Ergebnis kommen die Hilfsorganisation CARE und das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) in ihrer Studie "Warten bis das Wasser kommt? Armutsbekämpfung in Zeiten des Klimawandels". Die Studie zeigt, wie Armutsbekämpfung mit Klimawandel verbunden ist, an welchen Zielen und Kriterien sie sich orientieren sollte und wie sie als Anpassung an die Folgen des Klimawandels konkret aussehen kann.
Wenn die Politik stagniert und falsche Lösungen präsentiert, muss die Zivilgesellschaft aktiv werden, meinen Vertreter von Attac und BUND. Als Antwort auf die UN-Klimaverhandlungen Anfang Juni in Bonn organisierten sie gemeinsam mit dem Bündnis Klimawelle das "Klimaforum". Sie machten deutlich, dass konkrete Schritte zum Klimaschutz schon heute hier und anderswo gemacht werden können. Auf einem Podium gingen Expertinnen und Experten aus Politik und Zivilgesellschaft der Frage nach, wo es auf dem diplomatischen Parkett klemmt und welche alternativen Strategien es zusätzlich zur UN gibt.