Sehr geehrte Damen und Herren,
die Krise am Horn von Afrika stellt die Menschen vor Ort und die Helferinnen und Helfer weiter vor enorme Herausforderungen. In dieser Ausgabe zeigen wir, dass neben der akuten Nothilfe auch die längerfristige Entwicklung - darunter die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung durch die Landwirtschaft und die Bevölkerungsentwicklung - in den Blick genommen werden muss.
Auch die Situation in Nordafrika beschäftigt uns weiter. Im September laden wir Sie deshalb zu einer internationalen Konferenz nach Berlin ein, bei der es um die Chancen des demokratischen Aufbruchs in Nordafrika und die Auswirkungen auf Europa gehen wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Migration, die nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Demokratisierung voranbringen kann.
Ebenfalls zum Thema Migration finden Sie unser interaktives Medienprojekt "Migration als Chance" jetzt auch online. Zum Beispiel zeigt eine interaktive Afrika-Karte Konfliktherde, die zu Migrationsbewegungen führen. Die Inhalte dieses Migrationsschwerpunktes sind auch als Multimedia-DVD verfügbar, die sie hier bestellen können.
Ihre Online-Redaktion
Aufbruch in der arabischen Welt - Durchbruch für eine neue Migrationspolitik?
Internationale Konferenz am 27. September in Berlin
Die DGVN veranstaltet am 27.09.2011 eine internationale Konferenz zum Thema "Aufbruch in der arabischen Welt - Durchbruch für eine neue Migrationspolitik" in Berlin. Mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Medien sollen die Herausforderungen und Chancen diskutiert werden, die sich aus den Umbrüchen in den arabischen Staaten für Deutschland und Europa ergeben. Wasser und Energie bis 2030
Forderungen an den "Rio+20"-Gipfel
Mit einem starken Appell an den im kommenden Juni anstehenden "Rio+20"-Gipfel endete die Weltwasserwoche am 31. August in Stockholm. In einer "Erklärung von Stockholm" forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Verpflichtung der Staaten, bis 2030 für alle Menschen den Zugang zu sicherem Trinkwasser, eine angemessene Sanitärversorgung und eine moderne Energieversorgung anzustreben. Diese Verpflichtung müsse zudem mit konkreten Zielvorgaben zur Steigerung der Effizienz im Management von Wasser, Energie und der Nahrungsmittelversorgung untermauert werden.
Wenn eine Plastiktüte die Toilette ersetzt
Sanitäre Probleme und deren Lösung in wirtschaftlich armen Ländern
Charity Muyumbana hat sich notgedrungen an ein Leben ohne eine Toilette gewöhnt. 45 Jahre ist sie inzwischen alt, und in dem Slumgebiet Kanyama am Rande der sambischen Hauptstadt Lusaka gibt es immer noch ganz wenige Toiletten, und die sind häufig in einem schlechten Zustand. „Die meisten Leute benutzen Plastiktüten, um sich während der Nacht zu entleeren“, sagte sie kürzlich einem Reporter der UN-Nachrichtenagentur IRIN. Die gefüllten Plastikbeutel werden dann mit großem Schwung weggeworfen und heißen deshalb „flying toilets“, fliegende Toiletten. Viele Kinder - Hoffnung auf die Zukunft
Familienplanung stößt bei somalischen Flüchtlingen an Grenzen
Tag für Tag erreichen etwa 1.500 neue Flüchtlinge Dadaab in Kenia – das größte Flüchtlingslager der Welt. Die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder. Neben den Neuankömmlingen, die jeden Tag ins Lager strömen, erhöht sich die Zahl der Notleidenden weiter durch immer mehr Neugeborene, die im Lager zur Welt kommen. Doch Ansätze der Familienplanung im Flüchtlingslager stoßen an Grenzen, denn die Fruchtbarkeit der Frauen wird hoch geschätzt. Wege aus der Ernährungskrise
UN-Treffen zur Hungersnot am Horn von Afrika
Die lebensrettende humanitäre Hilfe für die hungernde Bevölkerung am Horn von Afrika hat weiterhin oberste Priorität. Doch auf einem internationalen Treffen am 18. August in Rom widmeten sich auf Einladung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) UN-Organisationen, Regierungsvertreter aus der Region und Nichtregierungsorganisationen auch den Maßnahmen, die schon heute dringend geboten sind, um mittel- und längerfristig die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegen Dürren zu stärken. Sie riefen dazu auf, "zweigleisig zu fahren" und neben der Nothilfe auch die Ursachen der Krise anzugehen. "Dürren können wir nicht kontrollieren, den Hunger aber schon", sagte Yukiko Omura, Vizepräsident des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD). Welttag der humanitären Hilfe
"Nicht ein Jahr vergeht ohne humanitäre Krise"
Mit diesen Worten beginnt die Botschaft des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August 2011, gewidmet den Opfern von Konflikten und Naturkatastrophen sowie den humanitären Helferinnen und Helfern weltweit, die häufig ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um diesen Menschen beizustehen. Tödliche Gefahr durch Pestizide
Im Mutterleib, im Haushalt, auf dem Feld – Kinder in Entwicklungsländern sind der Gefahr schwerer Vergiftungen durch Pestizide oft schutzlos ausgesetzt. Darauf weisen das internationale Kinderhilfswerk Terre des hommes und das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) in einer gemeinsamen Studie hin, die Anfang August in Bonn der Presse vorgestellt wurde. Unter dem Titel "Pestizide und Kinder - Die Gefahr von Umweltgiften für Kinder" zeigt das Hintergrunddokument, wie Pestizide Kinder in armen Ländern akuten und dauerhaften Schaden zufügen und was dringend dagegen getan werden sollte.
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Fotostrecke
Gesundheit und Klimawandel
„Der Klimawandel ist die größte globale Bedrohung der Gesundheit im 21. Jahrhundert.“ Das schrieb 2009 „The Lancet“, eine weltweit führende Medizinzeitschrift. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zum Thema Gesundheit und Klimawandel eine Präsentation zusammengestellt. Bilder daraus auf Klimawandel-bekaempfen.de.
PUBLIKATIONEN
Eine-Welt-Presse erscheint zu Humanitärer Hilfe
Immer mehr Katastrophen sind Folgen des Klimawandels und schwacher Staaten
Die neu erschienene Ausgabe der Eine-Welt-Presse der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen beschäftigt sich mit dem Thema humanitäre Hilfe. Katastrophen, die zunehmend als Folgen des Klimawandels und schwacher Staaten angesehen werden können, setzen neben der Zivilbevölkerung auch die Helferinnen und Helfer großen Gefahren aus. Die Autorinnen und Autoren untersuchen die Folgen der wachsenden Zahl der Katastrophen für die Menschen weltweit.
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DGVN Blaue Reihe 110: Blickpunkt Sudan
Perspektiven für Peacekeeping, Peacebuilding und den unabhängigen Südsudan
Die Teilnehmer der DGVN-Studienreise im März 2011 schildern ihre Eindrücke und vermitteln ein umfassendes Bild der Situation im Südsudan, der Perspektiven für den Norden und der Rolle der Vereinten Nationen bei der Stabilisierung der Krisenregion im Herzen Afrikas.
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Leitbild
Portal zu Entwicklung - Bevölkerung - Migration
Menschliche Entwicklung heißt, den Menschen in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung zu stellen. Es geht darum, Menschen mehr Möglichkeiten zu eröffnen, damit sie ihre produktiven und kreativen Fähigkeiten zur Verbesserung ihrer individuellen Lebenschancen entfalten und ein Leben in Freiheit verwirklichen können. Dieses Konzept prägt das Engagement der Vereinten Nationen (UN, VN, UNO) bei der Bekämpfung von Hunger und Armut, bei der Lösung von Bevölkerungs-, Migrations- und Gesundheitsfragen oder bei Weltwirtschaftsthemen.
Menschliche Entwicklung zu stärken ist daher auch Leitmotiv dieses Informationsportals der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) - der unabhängigen, überparteilichen Anlaufstelle für alle in Deutschland, die sich für die Vereinten Nationen interessieren.
"Menschliche-Entwicklung-staerken.de" will: Aktuelle Herausforderungen zu Fragen von Entwicklung, Weltbevölkerungsentwicklung und Migration präsentieren, Hintergründe und Zusammenhänge beleuchten, Politikkonzepte diskutieren und über das Engagement der Vereinten Nationen informieren, Lehrern, Journalisten und Interessierten anschauliche und gut recherchierte Bildungsmaterialien zur Verfügung stellen, aufzeigen, wie man aktiv werden kann - global, national und bei sich Zuhause.
Impressum
Online-Redaktion: Christina Kamp, Frank Kürschner-Pelkmann, Ulrich Keller, Dr. Alfredo Märker, V.i.S.d.P.: Dr. Beate Wagner, DGVN-Generalsekretärin
Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)
Die Herausgabe der Publiktion wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.
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