Sehr geehrte Damen und Herren,
dem demokratischen Aufbruch in der arabischen Welt folgen tiefgreifende Veränderungen in den betroffenen Ländern. Die neue Freiheit wollen auch immer mehr Menschen zur Verbesserung ihrer persönlichen Lebensperspektiven und der ihrer Familien nutzen. Tausende von Flüchtlingen und Migranten verlassen ihre Heimat. Europa reagiert spürbar verunsichert. Das Hochziehen der Brücken zur europäischen "Wagenburg" ist aber die falsche Antwort. Stattdessen sollte über die Chancen von Migration erneut nachgedacht werden. Wir leisten einen Beitrag. "Migration als Chance" heißt die neue Multimedia-DVD und Internet-Anwendung der DGVN rund um das Thema Migration. Eine internationale Konferenz über die Folgen des arabischen Frühlings folgt im September.
Wir laden Sie herzlich ein, die Angebote wahrzunehmen.
Ihre Online-Redaktion
Die neue interaktive DVD, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), macht deutlich, dass Migration die menschliche Entwicklung voranbringen kann. Migrantinnen und Migranten können ihre eigene Situation verbessern, aber auch die Herkunfts- und die Aufenthaltsländer können profitieren. Die DVD "Migration als Chance" basiert auf dem Bericht über die menschliche Entwicklung 2009 des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen und anderen UN-Berichten. Mit animierten Karten und Grafiken, über 200 Fotos, Videos und Interviews werden verschiedene Facetten der Migration anschaulich dargestellt.
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Rund vier Fünftel aller Flüchtlinge weltweit haben in Entwicklungsländern Zuflucht gefunden. In vielen Industrieländern nehmen dagegen die Ressentiments gegen Flüchtlinge weiter zu. Die aktuellen Weltflüchtlingszahlen 2010, die das Hohe Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) gestern vorgestellt hat, zeigen große regionale Unterschiede bei der Aufnahme von Flüchtlingen. "Die Industriestaaten müssen sich mit diesem Ungleichgewicht befassen", so António Guterres, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen.
„Extreme Naturereignisse müssen nicht unbedingt zu Katastrophen werden, denn Risiko hängt nicht allein von der Gefährdung ab, sondern wird ganz wesentlich durch soziale und wirtschaftliche Faktoren bestimmt“, erklärte Peter Mucke, Geschäftsführer des „Bündnis Entwicklung Hilft“, am 15. Juni 2011 bei der Vorstellung des WeltRisikoBericht in Bonn. Besondere Bedeutung gewinnt der Bericht durch die rasch steigende Zahl von Katastrophen als Folge des globalen Klimawandels.
Einige Regionen der Welt haben es fast geschafft, die Übertragung des HI-Virus von infizierten Müttern auf ihre Kinder zu verhindern. Um dies überall auf der Welt zu erreichen, haben die Vereinten Nationen den "Countdown to Zero" auf den Weg gebracht – einen globalen Plan zur Verhinderung von HIV-Neuinfektionen bei Kindern und zum Schutz des Lebens ihrer Mütter. "Wir sind heute hier, um sicherzustellen, dass alle Kinder gesund auf die Welt kommen", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auf dem Hochrangigen Treffen der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS vom 8. bis 10. Juni in New York.
Im Juni endet das Mandat des Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs zu Unternehmensverantwortung und Menschenrechten. Vor dem Menschenrechtsrat in Genf stellte John Ruggie kürzlich seinen Abschlussbericht vor. Auf Grundlage des von ihm entwickelten Referenzrahmens "Protect", "Respect", "Remedy" (Schützen, Respektieren, Wiedergutmachen) formulierte er nun Leitlinien für die Umsetzung. Dadurch soll die Verantwortung von Unternehmen für die Menschenrechte gestärkt werden.
Neue Gewaltkonflikte überlagern zunehmend die Bedrohung menschlicher Sicherheit durch Kriege und Bürgerkriege. Besonders ärmere, fragile Staaten sind von politischer und krimineller Gewalt betroffen, die Entwicklung verhindert und Armut vergrößert. Die internationale Gemeinschaft ist diesen Herausforderungen nicht hinreichend gewachsen und muss ihr Krisenmanagement anpassen. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige Weltentwicklungsbericht, den die Direktorin des Weltbankberichts Sarah Cliffe am 23. Mai in Berlin vorstellte.
Noch in diesem Jahr wird die Weltbevölkerung auf sieben Milliarden anwachsen und könnte um das Jahr 2100 die Zehn-Milliarden-Marke erreichen. Zu dieser Einschätzung kommt die Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen in ihrer "2010 Revision" der offiziellen UN-Hochrechnungen der Bevölkerungszahlen. Die neuen Zahlen wurden Anfang Mai in New York vorgestellt.
Tatort Mittelmeer: Fernsehkrimi "Der illegale Tod" zur Flüchtlingsproblematik
Der Bremer Krimi "Der illegale Tod" aus der Reihe "Tatort" thematisierte zur besten Sendezeit am Sonntagabend in der ARD die Flüchtlingsproblematik im Mittelmeerraum. Dabei stand auch die Arbeit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex im Fadenkreuz der Kritik. In einem Online-Chat standen nach der Sendung u.a. der Drehbuchautor, die Hauptdarsteller und ein Experte den Zuschauern Rede und Antwort. weiterlesen
Nächste Veranstaltungen6. Juli 2011, 12:00 Uhr, Berlin Der Südsudan vor der Unabhängigkeit Einige Tage vor der für den 9. Juli erwarteten Gründung der Republik Südsudan lädt die DGVN zum Mittagsgespräch „Globale Politik - Der Südsudan vor der Unabhängigkeit" ein.
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15. Juli 2011, 13-19 Uhr, München
Sudan-Konferenz Mit der Staatsgründung des Südsudans am 9. Juli 2011 endet auch das 2005 abgeschlossene, international garantierte „Umfassende Friedensabkommen“ zwischen der Regierungspartei National Congress Party (NCP) und der südsudanesischen Befreiungsbewegung Sudan People’s Liberation Movement (SPLM).
Die mit deutschen und internationalen Experten besetzte Konferenz wird die aktuellen Entwicklungen im größten Staat Afrikas zeitnah diskutieren. Wird die Teilung des Landes den Frieden fördern? Welche politischen Perspektiven ergeben sich für das Zusammenleben beider sudanesischer Staaten?
Programm und Anmeldung
27. September 2011, 10:30 Uhr, Berlin Aufbruch in der arabischen Welt - Durchbruch für eine neue Migrationspolitik?Internationale Konferenz
Die Umbrüche in der arabischen Welt lösen hierzulande gemischte Gefühle aus. Freude über den Untergang der nordafrikanischen Regimes mischt sich in Europa oft mit Angst vor Migrantinnen und Migranten aus der Region, die als Bedrohung empfunden werden– für unsere Arbeitsplätze, unsere Sicherheit, unsere Kultur. Abschottung ist keine angemessene Antwort Europas auf den Wandel in Nordafrika. Gerade jetzt geht es um den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufbau der arabischen Welt, um insbesondere jungen Menschen Perspektiven zu öffnen. Und es geht um eine kontrollierte Migrationspolitik in Europa, um auch zu Lösungen der gravierenden Probleme beizutragen, die mit den schrumpfenden und alternden Bevölkerungen Europas zusammenhängen. Im Jahr 2015 werden dem Arbeitsmarkt fast drei Millionen Arbeitskräfte fehlen. Schon heute haben Industrien mit Fachkräftemangel zu kämpfen. Europa braucht Migrantinnen und Migranten. Ihre Zahl wird daher nicht ab-, sondern zunehmen. Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie zu einer internationalen Konferenz nach Berlin einladen.
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Leitbild
Portal zu Entwicklung - Bevölkerung - Migration
Menschliche Entwicklung heißt, den Menschen in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung zu stellen. Es geht darum, Menschen mehr Möglichkeiten zu eröffnen, damit sie ihre produktiven und kreativen Fähigkeiten zur Verbesserung ihrer individuellen Lebenschancen entfalten und ein Leben in Freiheit verwirklichen können. Dieses Konzept prägt das Engagement der Vereinten Nationen (UN, VN, UNO) bei der Bekämpfung von Hunger und Armut, bei der Lösung von Bevölkerungs-, Migrations- und Gesundheitsfragen oder bei Weltwirtschaftsthemen.
Menschliche Entwicklung zu stärken ist daher auch Leitmotiv dieses Informationsportals der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) - der unabhängigen, überparteilichen Anlaufstelle für alle in Deutschland, die sich für die Vereinten Nationen interessieren.
"Menschliche-Entwicklung-staerken.de" will: Aktuelle Herausforderungen zu Fragen von Entwicklung, Weltbevölkerungsentwicklung und Migration präsentieren, Hintergründe und Zusammenhänge beleuchten, Politikkonzepte diskutieren und über das Engagement der Vereinten Nationen informieren, Lehrern, Journalisten und Interessierten anschauliche und gut recherchierte Bildungsmaterialien zur Verfügung stellen, aufzeigen, wie man aktiv werden kann - global, national und bei sich Zuhause.
Impressum
Online-Redaktion: Christina Kamp, Frank Kürschner-Pelkmann, Ulrich Keller, Dr. Alfredo Märker, V.i.S.d.P.: Dr. Beate Wagner, DGVN-Generalsekretärin
Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)
Die Herausgabe der Publiktion wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.
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