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Infodienst Bevölkerung & Entwicklung 4/2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

dem Klimawandel Einhalt zu gebieten ist dringender als je zuvor. Der Klimagipfel in Cancún hat einen Beitrag dazu geleistet, den UN-Prozess zu retten - das Klima damit aber noch nicht. 

Dass der Tourismus Menschenrechte verletzt, zeigt eine neue Studie, die auch auf den Klimawandel und seine menschenrechtlichen Dimensionen eingeht. Eine Analyse aus der Dominikanischen Republik macht deutlich, dass der Tourismus dort nicht wirklich zur menschlichen Entwicklung beiträgt.

Das Jahr 2011 wurde von den Vereinten Nationen zum "Internationalen Jahr der Wälder" erklärt. Lesen Sie mehr dazu im neuen Themenschwerpunkt der DGVN.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr,

Die Online-Redaktion

UN hat 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder ernannt

Neuer Themenschwerpunkt „Wälder“ online

Überall auf der Welt sind Wälder massiv bedroht, vor allem in Südamerika, Afrika, Asien und Osteuropa. Illegaler Holzeinschlag, Brandrodung, Siedlungsbau und die Ausweitung landwirtschaftlicher Nutzflächen lassen die Waldflächen schwinden - mit verheerenden Folgen für Klima, Biodiversität, das Überleben indigener Völker und für die menschliche Entwicklung. Die UN hat 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt. Es geht um mehr Bewusstsein für ein globales Problem und wie man Wälder besser schützen kann – vor Ort, auf nationaler und internationaler Ebene.

Das neue Themen-Special Wälder informiert.

Cancún: Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem neuen Klimaabkommen

Abschluss der UN-Klimakonferenz, Foto UNFCCCAm Ende herrschte bei fast allen Beteiligten große Erleichterung. Nach zwei Wochen intensiver Verhandlungen mussten die Delegierten aus 194 Ländern am Morgen des 11. Dezember 2010 nicht mit leeren Händen nach Hause reisen, sondern es war gelungen, in einer Nachtsitzung in verschiedenen Punkten ein Einvernehmen zu erzielen. Damit endete die UN-Weltklimakonferenz in Cancún/Mexiko mit konkreteren Ergebnissen als zunächst gedacht. Viele Beobachter hatten ein viel schlechteres Ergebnis befürchtet. Etwas euphorisch verkündete die mexikanische Außenministerin Patricia Espinosa: „Dies ist eine neue Ära der internationalen Zusammenarbeit gegen den Klimawandel."

Alles was Recht ist! Menschenrechte und Tourismus

Foto: CKAnhand wichtiger Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderer Übereinkommen der Vereinten Nationen zeigt EED-Tourism Watch in einer neuen Studie, dass im Tourismus auf vielfältige Weise Menschenrechte verletzt werden: bürgerliche und politische, aber auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Unter dem Titel "Alles was Recht ist!" wird deutlich, welche Bedeutung der Menschenrechtsrahmen im Tourismus hat und welche Herausforderungen sich daraus ergeben.

Tourismus und menschliche Entwicklung

Erfahrungen aus der Dominikanischen Republik

Foto: Giorgio Trucchi/ALBA SUD

Immer wieder wird der Tourismus als Instrument der Armutsbekämpfung gepriesen. Das Beispiel der Dominikanischen Republik zeugt jedoch von einem sehr geringen Nutzen dieses Wirtschaftszweiges bei der Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung gerade in den Orten, in denen er besonders prominent ist. Die Analyse von Pável Isa Contreras basiert auf Statistiken des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), das in nationalen Berichten über die menschliche Entwicklung in der Dominikanischen Republik nicht nur die Einkommensentwicklung erfasst, sondern zum Beispiel auch Daten zu Gesundheit und Bildung und zum Zugang zu Trinkwasser.

"Ohne Wasser läuft nix!"

Jugend-Fotowettbewerb "zoom human rights"

www.zoomhumanrights.netDas Deutsche Institut für Menschenrechte und das Deutsche Jugendherbergswerk haben am 10. Dezember 2010 den Fotowettbewerb "zoom human rights" zum Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung gestartet. Mit dem Wettbewerb sind Jugendliche aufgerufen, (sich) ihr Bild von den Rechten auf Wasser und Sanitärversorgung im In- und Ausland zu machen.

Förderung von Kleinbauernfamilien – ein Schlüssel im Kampf gegen Hunger und Armut

Bild: IFADOhne die Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft lässt sich der Kampf gegen Armut und Hunger in ländlichen Gebieten nicht gewinnen. Dies ist eine der Überzeugungen, die den „Rural Poverty Report 2011" prägen. Veröffentlicht wurde dieser Bericht vom „International Fund for Agricultural Development" (IFAD), einer Einrichtung der Vereinten Nationen. Zu den positiven Ergebnissen der Untersuchung gehört, dass sich die Zahl der Menschen, die in ländlichen Gebieten unter extremer Armut leiden, in den letzten zehn Jahren um 350 Millionen vermindert hat.

Indien: Solarstrom für ländliche Entwicklung

Foto: CKAb 2020 wird Indien zu den Ländern gehören, die für die Solarindustrie von besonderer Bedeutung sein werden, heißt es in einer Studie der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) und der Umweltschutzorganisation Greenpeace International vom Oktober 2010. Bis 2022 will das Land seine Kapazitäten zur Erzeugung von Solarstrom auf 20.000 Megawatt ausweiten. Die “National Solar Mission“, die der indische Premierminister in diesem Jahr auf den Weg gebracht hat, steckt die politischen Rahmenbedingungen dafür ab. Das Beispiel einer kleinen Adivasi-Gemeinschaft in Wayanad, Kerala, zeigt, wie Solarenergie den Weg zu Entwicklung und gesellschaftlichen Veränderungen weisen kann.

Leitbild

Portal zu Entwicklung - Bevölkerung - Migration

Menschliche Entwicklung heißt, den Menschen in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung zu stellen. Es geht darum, Menschen mehr Möglichkeiten zu eröffnen, damit sie ihre produktiven und kreativen Fähigkeiten zur Verbesserung ihrer individuellen Lebenschancen entfalten und ein Leben in Freiheit verwirklichen können. Dieses Konzept prägt das Engagement der Vereinten Nationen (UN, VN, UNO) bei der Bekämpfung von Hunger und Armut, bei der Lösung von Bevölkerungs-, Migrations- und Gesundheitsfragen oder bei Weltwirtschaftsthemen.

Menschliche Entwicklung zu stärken ist daher auch Leitmotiv dieses Informationsportals der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) - der unabhängigen, überparteilichen Anlaufstelle für alle in Deutschland, die sich für die Vereinten Nationen interessieren. 

"Menschliche-Entwicklung-staerken.de" will:

  • Aktuelle Herausforderungen zu Fragen von Entwicklung, Weltbevölkerungsentwicklung und Migration präsentieren, Hintergründe und Zusammenhänge beleuchten,

  • Politikkonzepte diskutieren und über das Engagement der Vereinten Nationen informieren,

  • Lehrern, Journalisten und Interessierten anschauliche und gut recherchierte Bildungsmaterialien zur Verfügung stellen,

  • aufzeigen, wie man aktiv werden kann - global, national und bei sich Zuhause.

Impressum

Online-Redaktion: Christina Kamp,  Frank Kürschner-Pelkmann, Ulrich Keller, Dr. Alfredo Märker, V.i.S.d.P. Dr. Beate Wagner, DGVN-Generalsekretärin

Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

Die Herausgabe der Publiktion wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

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