Sehr geehrte Damen und Herren,
mit dieser dritten Ausgabe unseres Infodienstes "Bevölkerung & Entwicklung" präsentieren wir Ihnen den neusten "Bericht über die menschliche Entwicklung" des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), der kürzlich erschienen ist. Der Bericht nimmt umfassend Rückschau auf 40 Jahre Entwicklung und kommt zu dem Schluss, dass wirtschaftliches Wachstum keine notwendige Voraussetzung für menschliche Entwicklung ist - wenngleich es natürlich weiterhin eine wichtige Rolle spielt.
Im diesjährigen Weltbevölkerungsbericht des UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) geht es um die Folgen von Konflikt- und Katastrophen-Traumata. Darüber und über weitere Entwicklungsherausforderungen lesen Sie mehr auch auf unserer Webseite www.menschliche-entwicklung-staerken.de.
Mit freundlichen Grüßen
Die Online-Redaktion
2009 haben sich etwa 2,6 Millionen Menschen neu mit HIV/Aids infiziert. Das sind fast 20 Prozent weniger als ein Jahrzehnt zuvor. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Todesfälle aufgrund von Krankheiten in Zusammenhang mit Aids auf etwa 1,8 Millionen zurück. Dies sind zwei der guten Nachrichten des Berichts „Report on the global AIDS epidemic 2010“ von UNAIDS, dem Gemeinsamen Programm zu HIV/Aids der Vereinten Nationen, der am 23. November 2010 präsentiert wurde.
UN-Bericht über die menschliche Entwicklung: Fortschritte trotz zunehmender Ungleichheit
Keinen thematischen Fokus, sondern Einblicke in seine wichtigen Errungenschaften und deutlichen Wirkungen auf die nationale und internationale Entwicklungspolitik präsentiert der diesjährige Bericht über die menschliche Entwicklung 2010. Im Jubiläumsjahr zum 20. Erscheinen wurde der zentrale Index für menschliche Entwicklung (HDI) verfeinert und baut nun auf veränderten Indikatoren auf. Der Bericht führt drei neue Indizes ein und misst in diesem Jahr nicht nur, wie die einzelnen Länder im Vergleich zueinander bei der menschlichen Entwicklung abschneiden, sondern auch, in welchen Ländern es im Laufe der vergangenen 40 Jahre die größten Fortschritte gegeben hat.
Der 20. Bericht über die menschliche Entwicklung wurde am 4. November vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in New York und von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e. V. (DGVN) in Berlin vorgestellt. Die Jubiläumsausgabe macht deutlich: Zwar gibt es weltweit Entwicklungsfortschritte, aber die Ungleichverteilung, die erstmals bezogen auf 169 Staaten abgebildet werden kann, ist nach wie vor eines der zentralen Hindernisse für menschliche Entwicklung.
Frauen führen selten Krieg, sind aber allzu oft diejenigen, die unter seinen schlimmsten Folgen zu leiden haben. Gewalt gegen Frauen als Instrument der Kriegsführung steht im Mittelpunkt des diesjährigen Weltbevölkerungsberichts des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA). Anlass für den Themenschwerpunkt ist der zehnte Jahrestag der UN-Resolution 1325, mit der der UN-Sicherheitsrat im Jahr 2000 erstmals alle Parteien bewaffneter Konflikte aufgefordert hat, Frauen und Mädchen vor sexueller Gewalt besser zu schützen und sie stärker in Friedensvereinbarungen einzubeziehen.
21 Jahre ist es her, dass in der UN-Kinderrechtskonvention die elementaren Grundrechte von Kindern umfassend verankert wurden. Mit der Ratifizierung verpflichten sich Staaten, die Normen des Übereinkommens innerstaatlich umzusetzen und sich einer internationalen Kontrolle zu unterziehen. Anlässlich des Weltkindertages am 20. November forderten Menschen- und Kinderrechtsorganisationen die Bundesregierung auf, die Rechte der Kinder dauerhaft zum Maßstab ihres politischen Handelns zu machen. Es sollten zahlreiche Gesetze geändert werden, die dem Geist der Kinderrechtskonvention widersprechen – insbesondere im Ausländerrecht.
Leitbild
Portal zu Entwicklung - Bevölkerung - Migration
Menschliche Entwicklung heißt, den Menschen in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung zu stellen. Es geht darum, Menschen mehr Möglichkeiten zu eröffnen, damit sie ihre produktiven und kreativen Fähigkeiten zur Verbesserung ihrer individuellen Lebenschancen entfalten und ein Leben in Freiheit verwirklichen können. Dieses Konzept prägt das Engagement der Vereinten Nationen (UN, VN, UNO) bei der Bekämpfung von Hunger und Armut, bei der Lösung von Bevölkerungs-, Migrations- und Gesundheitsfragen oder bei Weltwirtschaftsthemen.
Menschliche Entwicklung zu stärken ist daher auch Leitmotiv dieses Informationsportals der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) - der unabhängigen, überparteilichen Anlaufstelle für alle in Deutschland, die sich für die Vereinten Nationen interessieren.
"Menschliche-Entwicklung-staerken.de" will: Aktuelle Herausforderungen zu Fragen von Entwicklung, Weltbevölkerungsentwicklung und Migration präsentieren, Hintergründe und Zusammenhänge beleuchten, Politikkonzepte diskutieren und über das Engagement der Vereinten Nationen informieren, Lehrern, Journalisten und Interessierten anschauliche und gut recherchierte Bildungsmaterialien zur Verfügung stellen, aufzeigen, wie man aktiv werden kann - global, national und bei sich Zuhause.
Impressum
Online-Redaktion: Christina Kamp, Frank Kürschner-Pelkmann, Ulrich Keller, Dr. Alfredo Märker, V.i.S.d.P.: Dr. Beate Wagner, DGVN-Generalsekretärin
Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)
Die Herausgabe der Publiktion wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.
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