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Infodienst 01/2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

nun ist es so weit! Sie erhalten hier die erste Ausgabe unseres Informationsdienstes Bevölkerung & Entwicklung in elektronischer Form. Wir knüpfen hiermit an die Printausgabe an, die bis Ende letzten Jahres etwa dreimal jährlich erschien.

Viele der Themen des Informationsdienstes finden Sie ab sofort auch im neuen Internet-Portal "Menschliche Entwicklung stärken" der DGVN – von zentralen Bevölkerungsthemen wie Migration, Geschlechtergerechtigkeit, reproduktive Gesundheit, ländliche Entwicklung und Urbanisierung bis hin zu den größten Herausforderungen menschlicher Entwicklung rund um die Millenniums-Entwicklungsziele.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!

Mit freundlichen Grüßen

Die Online-Redaktion

UN beschließen Menschenrecht auf Wasser

Die UN-Generalversammlung hat am 28. Juli in New York den Zugang zu sauberem Wasser zu einem Menschenrecht erklärt. Das Recht auf Wasser wurde in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen. Weltweit haben 884 Millionen Menschen keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jährlich sind mehr als 3,5 Millionen Todesfälle auf verunreinigtes Wasser zurückzuführen.

Weltbevölkerungstag 2010: Jeder Mensch zählt!

Zum diesjährigen Weltbevölkerungstag am 11. Juli unterstrich der Weltbevölkerungsfonds der Vereinten Nationen die Bedeutung von verlässlichen Daten und Statistiken. Mit dem Motto "Jeder Mensch zählt" wies UNFPA darauf hin, dass auch Frauen, Kinder, die Armen und die Marginalisierten in Volkszählungen erfasst werden und die Daten in disaggregierter Form vorliegen müssen. Nur so können sie eine sinnvolle Grundlage für entwicklungspolitische Handlungskonzepte darstellen.

Nach 2015: Ungleichheit in den Blick Foto: UKnehmen

Das Nord-Süd-Paradigma hat ausgedient. Die Millenniums-Entwicklungsziele, die auf diesem beruhten, müssen nach 2015 durch neue Ziele ersetzt werden, die nicht mehr Durchschnittserfolge zum Ziel haben, sondern Ungleichheit auch innerhalb von einzelnen Staaten stärker in den Blick nehmen und die Menschenrechte jedes Einzelnen gewährleisten. Zu diesem Schluss kamen Expertinnen und Experten aus der Entwicklungszusammenarbeit auf der Konferenz "Beyond Crisis – The Future of Global Order(s)" Anfang Juli 2010 in Bonn.

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UN Women: Neue UN-Struktur zur Stärkung von Frauenrechten

Bild: UN WomenGeschlechtergerechtigkeit und die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen sollen im UN-System ab sofort prominenter verankert sein. Dies entschied die UN-Generalversammlung am 2. Juli in New York mit der Gründung der neuen Organisation "UN Entity for Gender Equality and the Empowerment of Women", kurz "UN Women".

Kampf gegen den Hunger: "Business Unusual"

Zu häufig reichen die Nahrungsmittel nicht aus,  Foto: Jaspreet  Kindra/IRINEine neue globale Architektur zum Erreichen einer weltweiten Ernährungssicherheit ist erforderlich. Diese Auffassung äußerte Shenggen Fan Ende Juni 2010 gegenüber der UN-Nachrichtenagentur zu humanitären Fragen IRIN. Shenggen Fan ist Generaldirektor des "International Food Policy Research Institute", einem Thinktank in den USA zu internationalen Ernährungsfragen. Der Ernährungsexperte hat im Juni ein Arbeitspapier zum Thema "Halving Hunger: Meeting the First Millennium Development Goal through 'Business as Unusual'" veröffentlicht.

UNDP: Mehr Demokratie für mehr nachhaltige Entwicklung

Titelseite des Berichts"Es ist im Interesse aller, dass diese Ziele erreicht werden", schreibt Helen Clark im Vorwort des Berichts "Beyond the Midpoint – achieving the Millennium Development Goals" des UN-Entwicklungsprogramms UNDP, der im Mai 2010 veröffentlicht wurde. Die UNDP-Leiterin verweist im Vorwort des Berichts auf die Erfolge auf dem Weg zur Erreichung der Ziele. So besuchten 2007 88 Prozent der Kinder in Entwicklungsländern die Schule, im Jahre 2000 waren es erst 83 Prozent gewesen.

Terminhinweis: Internationale Fachtagung

Afrika vor großen Herausforderungen: Bevölkerungsentwicklung und Armutstrends

Die Bevölkerung der afrikanischen Länder südlich der Sahara hat unlängst die Schwelle von 1 Milliarde Menschen überschritten, das Bevölkerungswachstum hält weiter an. In vielen Ländern werden Entwicklungsfortschritte von der demografischen Entwicklung "aufgefressen" und die Wirtschaftskrise hat die Situation noch verschlimmert. Der Kontinent steht vor sehr ernsten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Welche Konsequenzen dies für die Entwicklungszusammenarbeit hat, diskutieren Expertinnen und Experten auf der diesjährigen Bevölkerungstagung der DGVN am 13. September 2010 in der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin.

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Leitbild

Portal zu Entwicklung - Bevölkerung - Migration

Menschliche Entwicklung heißt, den Menschen in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung zu stellen. Es geht darum, Menschen mehr Möglichkeiten zu eröffnen, damit sie ihre produktiven und kreativen Fähigkeiten zur Verbesserung ihrer individuellen Lebenschancen entfalten und ein Leben in Freiheit verwirklichen können. Dieses Konzept prägt das Engagement der Vereinten Nationen (UN, VN, UNO) bei der Bekämpfung von Hunger und Armut, bei der Lösung von Bevölkerungs-, Migrations- und Gesundheitsfragen oder bei Weltwirtschaftsthemen.

Menschliche Entwicklung zu stärken ist daher auch Leitmotiv dieses Informationsportals der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) - der unabhängigen, überparteilichen Anlaufstelle für alle in Deutschland, die sich für die Vereinten Nationen interessieren. 

"Menschliche-Entwicklung-staerken.de" will:

  • Aktuelle Herausforderungen zu Fragen von Entwicklung, Weltbevölkerungsentwicklung und Migration präsentieren, Hintergründe und Zusammenhänge beleuchten,

  • Politikkonzepte diskutieren und über das Engagement der Vereinten Nationen informieren,

  • Lehrern, Journalisten und Interessierten anschauliche und gut recherchierte Bildungsmaterialien zur Verfügung stellen,

  • aufzeigen, wie man aktiv werden kann - global, national und bei sich Zuhause.

Impressum

Online-Redaktion: Christina Kamp,  Frank Kürschner-Pelkmann, Ulrich Keller, Dr. Alfredo Märker, V.i.S.d.P. Dr. Beate Wagner, DGVN-Generalsekretärin

Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

Die Herausgabe der Publiktion wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

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