Alle zwei Minuten stirbt – statistisch gesehen – irgendwo auf der Welt eine Frau an den Folgen einer Schwangerschaft oder Geburt. Und doch vermelden die Vereinten Nationen dies als positive Nachricht, denn vor 20 Jahren sei die Müttersterblichkeit im globalen Durchschnitt noch etwa doppelt so hoch gewesen. Es wurden also deutliche Fortschritte gemacht. Das zeigt der aktuelle Bericht "Trends in maternal mortality: 1990 to 2010". Danach ist die Müttersterblichkeit um 47 Prozent zurückgegangen - aber noch nicht genug, um dass Millenniumsentwicklungsziel von 75 Prozent bis 2015 zu erreichen.
Nachhaltige Entwicklung ist nicht ohne Geschlechter- gerechtigkeit erreichbar. Doch im Vorfeld des diesjährigen Weltgipfels Rio+20 finden sich in dieser Hinsicht deutliche Leerstellen. Von "radikalen Rückschritten" sprechen Vertreterinnen von Frauenorganisationen, )", die im Vorbereitungsprozess als "Major Group" ihre Forderungen einbringen. Rio+20 dürfe hinter dem Aktionsprogramm der Bevölkerungskonferenz von Kairo (1994) nicht zurückfallen.
Das Netzwerk Women in Europe for a Common Future (WECF) und die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) wollen anlässlich des Weltgipfels fünf Fraueninitiativen mit Modellcharakter auszeichnen, die in Rio ihre Arbeit vorstellen dürfen.
Welche Chancen ein Kind im späteren Leben haben wird, bestimmt sich oft schon in den ersten Lebensjahren. Deshalb ist die Förderung der frühkindlichen Bildung eines der sechs Hauptziele der Globalen Bildungskampagne. In ihren Aktionswochen vom 22.4. bis 10.6.2012 ruft die Kampagne Schul- und Kita-Kinder dazu auf, Bilder zu malen, die zeigen, was Bildung für sie bedeutet. Damit wollen die Nichtregierungsorganisationen die Bundesregierung auffordern, in der Entwicklungszusammenarbeit die frühkindliche Bildung stärker zu unterstützen.
„Der gegenwärtige Ansatz bei den Verhandlungen läuft aus dem Ruder.“ Diese pessimistische Einschätzung vertritt Sha Zukang, der Generalsekretär der bevorstehenden UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung „Rio+20“. 120 Staatsoberhäupter und etwa 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu dieser wichtigsten internationalen Konferenz des Jahres 2012 vom 20. bis 22. Juni 2012 in Rio de Janeiro erwartet. Es sollen wegweisende Beschlüsse gefasst werden, die den Weg zu einer umfassenden nachhaltigen Entwicklung der Welt ebnen.
Bonn wird zum Sitz einer weiteren Einrichtung der Vereinten Nationen, dem WeltbioÂdiversitätsrat (IPBES - Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services). Das neue Beratungsgremium wird politischen Entscheidungsträger mit unabhängigen Informationen über den weltweiten Zustand und die Entwicklung der biologischen Vielfalt versorgen. So soll die auf diesem Gebiet bestehende Kluft zwischen Wissenschaft und Politik überbrückt werden.
Der aus einer südkoreanischen Einwandererfamilie stammende US-Amerikaner Jim Yong Kim wird die Nachfolge des im Juni scheidenden Weltbankpräsidenten Robert Zoellick antreten. Er wurde vom Rat der Exekutivdirektoren der Weltbank zum neuen Chef der Weltbankgruppe gewählt. Erstmals steht mit Jim Yong Kim ein Gesundheitsexperte an der Spitze der Weltbank.

Ehrenamtliches Engagement leistet einen wertvollen Beitrag zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele. Dies geht aus dem ersten "Bericht über die Lage der Freiwilligenarbeit in der Welt 2011" hervor. >>>mehr


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