„Wir werden keine Mühen scheuen, um unsere Mitmenschen – Männer, Frauen und Kinder – aus den erbärmlichen und entmenschlichenden Lebensbedingungen der extremen Armut zu befreien, in der derzeit mehr als eine Milliarde von ihnen gefangen sind.“
aus der Millenniumserklärung der Vereinten Nationen
Weltweit Armut zu lindern und die Kluft zwischen armer und reicher Welt zu verringern erfordert enorme Anstrengungen. Ziel ist, menschliche Entwicklung zu verwirklichen - das Konzept ist auch Leitbild dieses Webportals.

Millenniums-Entwicklungsziele, Bericht 2011

Millenniums-Entwicklungsziele, Zwischenbericht 2007
"Die Millenniums-Entwicklungsziele sind noch zu erreichen, wenn wir jetzt handeln. Die Welt möchte keine neuen Versprechen. Ich empfehle diesen Bericht als Quelle, die zeigen soll, was erreicht werden kann und was noch erreicht werden muss."
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon
„Wasser und Ernährungssicherheit“ lautet das Thema des Weltwassertages 2012, der rund um den Globus am 22. März begangen wird. Der erhebliche Wasserverbrauch bei der Herstellung von Lebensmitteln und der steigende weltweite Lebensmittelkonsum stellen das globale Wassermanagement in Zukunft vor große Herausforderungen.
89 Prozent aller Menschen auf der Welt haben inzwischen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In Entwicklungsländern werden es bis 2015 86 Prozent sein. Damit wird ein wichtiges Millenniums-Entwicklungsziel der Vereinten Nationen erreicht. Das geht aus dem vierten Weltwasserbericht hervor, den die UNESCO am 12. März 2012 präsentierte und der das Thema „Wasserbewirtschaftung – Unsicherheiten und Risiken“ hat. An dem Bericht haben neben der UNESCO weitere 19 UN-Organisationen und -Programme mitgearbeitet. Anlass für die Vorstellung des Berichtes war das Weltwasserforum in Marseille, ein internationales Treffen der Wasserwirtschaft und von Wasserwissenschaftlern.
Im Jahre 2000, noch in der Aufbruchsstimmung des neuen Milleniums, setzten die Vereinten Nationen sich und ihren Mitgliedsstaaten mit den Millennium Entwicklungszielen eine ambitionierte Aufgabe. Seitdem ist nun ein Jahrzehnt vergangen, voller altbekannter Schwierigkeiten und neuartiger Herausforderungen. Eine erste Bilanz wird im neu erschienenen Tagungsband der Universität Potsdam gezogen.
Die UN-Generalversammlung hat 2012 zum "Internationalen Jahr der nachhaltigen Energie für alle" erklärt - anlässlich der Rio +20 Konferenz und aufgrund der globalen Bedeutung von erneuerbarer Entwicklung. Der Zugang zu nachhaltiger, sauberer Energie ist ein Schlüssel, um Menschen zu langfristiger, dauerhafter und nachhaltiger Entwicklung zu verhelfen, die weltweite Armut konstant zu bekämpfen und die Milleniumsentwicklungsziele zu erreichen.
Wie wirken sich globale Finanz- und Wirtschaftskrisen auf die Entwicklungsländer und ihre Fähigkeit aus, die Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) zu erreichen? Und können sie die Auswirkungen der Krisen vermindern? Diesen Fragen hat sich das UN-Entwicklungsprogramm UNDP gestellt und eine Studie erarbeitet: „Towards Human Resilience: Sustainable MDG Progress in an Age of Economic Uncertainty“ (Auf dem Weg zu größerer menschlicher Widerstandsfähigkeit: Nachhaltiger MDG-Fortschritt in einem Zeitalter der wirtschaftlichen Unsicherheit).
Die Millenniumskampagne der Vereinten Nationen informiert, inspiriert und ermutigt Menschen, die sich an der Erreichung der acht Ziele beteiligen wollen. Die Kampagne unterstützt die Bestrebungen der Bürger, ihre Regierungen auf Einhaltung des Zeitplans zu drängen.
Die Millenniums-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals, kurz: MDG) bilden den Rahmen für die weltweite Entwicklungspolitik. Sie sind damit zum Leitfaden nicht nur für alle damit befassten UN-Organisationen geworden. Viele Regierungen haben mittlerweile ihre Entwicklungspolitik an den Millenniumszielen, die auch von der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds sowie Nichtregierungsorganisationen anerkannt werden, ausgerichtet. Die Millenniums-Entwicklungsziele entfalten so eine ungeheure Symbolkraft für die Menschen und stärken sie, den Druck auf ihre Regierungen zu erhöhen.
Nach Ablauf der Halbzeit erscheint es inzwischen mehr als ungewiss, ob diese Ziele erreicht werden können. Besonders problematisch sieht es im südlichen Afrika aus. Viele haben die MDG für schöne Rhetorik missbraucht. Andere haben versucht, die Armutsbekämpfung mit alten gescheiterten Rezepten eines angeblichen Sickereffekts zu erzielen, bei dem Hilfsgeldern an die jeweili
ge Regierung "von oben" -oft mittels korrupter Bürokratien -zu der armen Bevölkerung durchsickern sollten. Kritisiert werden auch eine angebliche Überbetonung der acht Entwicklungsziele und die damit verbundene Gefahr, dass die übrigen Ziele der Millenniumserklärung, wie z.B. Abrüstung, im Schatten stehen. Andere kritisieren ferner die besondere Zuwendung für die ärmsten Staaten, obwohl Länder mit mittlerem Einkommen ebenfalls Nachholbedarf hätten und sich zunehmend übergangen fühlten. Weitere Kritiker halten die Millenniumsziele nur für unverbindliche Versprechungen, die ohnehin nicht erreichbar seien. Im Falle eines Scheiterns führe dies nur zu neuen Enttäuschungen und Vertrauensverlust.
In den Medien und der Öffentlichkeit werden die Millenniums-Entwicklungsziele und die Millenniumserklärung häufig verwechselt. Die Millenniumserklärung ist die im September 2000 von der UN-Generalversammlung auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs angenommene Resolution (A/RES/55/2), die neben entwicklunspolitischen u. a. auch Abrüstungsziele enthält. Kofi Annan hat im September 2001 in seinem "Kompass zur Umsetzung der Millenniums-Erklärung" (A/RES/55/162) einen langfristigen Fahrplan zur Umsetzung der Millenniumserklärung vorgelegt und darin auch die acht Millenniums-Entwicklungsziele konkret ausformuliert. Sie wurden vom Abschnitt "Entwicklung und Armutsbeseitigung" der Millenniumserklärung abgeleitet. Entgegen der weit verbreiteten Annahme haben die Staats- und Regierungschefs diesen Zielkatalog nie gesondert unterzeichnet oder ihm explizit zugestimmt. Es handelt sich um einen Bericht des Generalsekretärs, dessen Vorschläge unverbindlich sind.